Von vielen Ideen zu einem Pressethema

Gastartikel Petra von Schenck

Mit gut durchdachter Pressearbeit kannst Du Deinem Business zu deutlich mehr Aufmerksamkeit verhelfen. Doch vor dem Schreiben eines Textes steht die kluge Auswahl des Pressethemas. Mit der folgenden Anregung möchte ich Dir diese Entscheidung erleichtern.

Sicher hast Du schon bemerkt: Journalisten mögen es, wenn sie leicht erkennen können, wofür Du mit Deinem Business stehst. Somit wissen sie Dich leichter einzuordnen und können sich daher bei Gelegenheit daran erinnern, dass sie genau DICH kontaktieren wollen, weil Du zum betreffenden Thema der/die richtige und kompetente Ansprechpartner/in bist. Ein Experte auf einem klar umrissenen Gebiet zu sein ist also ein klarer Vorteil.

Gerade für Dich als Ideenheld ist das aber alles andere als einfach. Schließlich hast Du viele Projekte am Laufen und noch weitere Ideen in petto, für die Du Aufmerksamkeit möchtest. Was kannst Du also tun?

Entdecke den roten Faden für Deine Kommunikation

Du überlegst Dir zunächst, welche Gemeinsamkeiten all Deine Projekte und Ideen haben. Vielleicht gibt es einen roten Faden, der Dir bisher entgangen ist – ein Detail, das sich immer wieder findet? Erkennst Du womöglich ein größeres Bild, das sich aus all Deinen Vorhaben ergibt – eine übergeordnete Struktur, ein großes Thema? Welche Variante es auch sein mag: Du kannst mit ihr all Deine Projekte verbinden, in dem Du dieses gemeinsame Element betonst. Deine einzelnen Aktivitäten wirken nun wie vielfältige Aspekte, die zu einem großen Ganzen gehören. Nun kannst Du Dich mit diesem übergeordneten Thema positionieren.

Voilà – soeben bist Du zum Experten geworden!

PressethemaDamit Dir dies ein wenig leichter fällt: Schreibe alle Deine Projekte und Ideen, die Du demnächst umsetzen möchtest, auf je eine Karteikarte. Dann breitest Du diese vor Dir aus und schaust, welche Gemeinsamkeiten Du dabei entdeckst.

Du kannst die Karten auch einige Zeit ausgebreitet liegen lassen und sie immer wieder betrachten und gegebenenfalls umordnen. Womöglich entdeckst Du dabei sogar mögliche Verknüpfungen von einzelnen Aktivitäten und kannst so ein neues, größeres Projekt kreieren. Dieser Schritt kann Dich also auf zwei Ebenen weiterbringen.

Noch ein Vorteil: Wenn Du Deine Karteikarten in einer Box sammelst, kannst Du sie immer wieder hervor holen, sortieren, neu kombinieren und behältst nebenbei stets den Überblick über Deine Ideen.

Lass nur ein Projekt strahlen

Wenn sich keine übergeordnete Struktur erkennen lässt, betrachtest Du Deine Karten mit einem neuen Blick. Welches Projekt oder welche Idee ist so herausragend und dabei so fundiert und überzeugend, dass sie sich als PR-Thema eignet? Bedenke dabei: Natürlich ist es großartig, wenn Du von Deiner Aktivität begeistert bist und dahinter stehst. Ebenso wichtig ist jedoch, dass Dein Vorhaben auch kritischen Blicken der „Außenwelt“ stand hält. Ein guter Mix aus Begeisterung und sachlich überzeugenden Fakten ist hier ideal.

Es ist besser, wenn Du Dich zunächst auf ein „wert-volles“ Projekt beschränkst und nur damit an die Öffentlichkeit gehst. Du könntest sonst nicht nur Journalisten, sondern auch Deine Kunden und Deine Zielgruppe irritieren. Ein wenig Zurückhaltung ist daher hier sinnvoll.

Was hat Dein Projekt zu bieten?

Nun hast Deine Auswahl getroffen und nimmst das Projekt näher unter die Lupe. Es sollte am Besten eines der folgenden Punkte aufweisen: Es ist für viele Menschen interessant, womöglich in dieser Form noch nicht realisiert worden oder betrifft eine bestimmte Menschengruppe. Auch ein besonderer lokaler Bezug ist prima, denn damit kannst Du für die Medien Deiner Gegend sehr interessant sein. Falls Du eine bekannte Institution oder sogar einen VIP – etwa als Kooperationspartner – involviert hast, ist dies ebenso ein guter Ansatzpunkt für Deine Pressearbeit.

Wichtig: In den letzten beiden Fällen sprichst Du Dich am Besten im Vorfeld mit dem oder den Betroffenen ab, damit Missverständnisse vermieden werden und eine einheitliche und professionelle Pressearbeit gelingen kann. Ein stimmiger gemeinsamer Außenauftritt ist hier Trumpf und unterstützt nebenbei auch eine gute Zusammenarbeit.

Von detaillierten Informationen zur ausgezeichneten Kommunikation

PressethemaJetzt kannst Du Dir überlegen, welche PR-Aktivität(en) zu Deinem auserwählten Projekt passt. Ist eine Presse-Information zu schreiben? Oder konzipierst Du ein Event und brauchst neben einer Presse-Information beispielsweise noch eine Veranstaltungseinladung für Journalisten? In jedem Fall notierst Du Dir nun, welche wichtigen Details Du in jedem Fall kommunizierst. Zur Erleichterung kannst Du Dir zusätzlich folgende Fragen stellen und so die „harten Fakten“ sammeln:

WER tut WAS?
Wann? Wo? Wie? Warum?

alternativ:

WEM passiert WAS?

Mit diesem Informationspaket beginnst Du dann Deinen Pressetext. Schließlich sollen die Leser – sprich: Journalisten – direkt in den ersten zwei, drei Sätzen erfahren, was Du vermitteln möchtest.

Des Weiteren kannst Du dieses Info-Paket auch einsetzen, wenn Du Dein Einladungsschreiben entwirfst, den Flyer textest oder ähnliches realisierst. Du hast somit immer eine gute Kontrolle darüber, dass Du keine wesentliche Information vergessen hast und Dir eine aufeinander abgestimmte Kommunikation nach außen gelingt.

Ich wünsche Dir dabei viel Erfolg!

Petra

 

PressethemaPetra von Schenck verbindet mehr als 24 Jahre Berufserfahrung aus der Banken-, Einzelhandels- und Medien-Branche mit sehr vernetztem Denken und einer Liebe zum Brainstorming.

Sie ist die richtige Ansprechpartnerin für fundierte PR, gibt praxisorientierte Online-Trainings rund um PR und Marketing (Ideal für Dich, wenn Du Deine PR selbst in die Hand nehmen willst und wissen möchtest, wie Du das am besten anfängst!) und berät Selbständige und Unternehmen, die ihr Business inhaltlich und/oder im Außenauftritt optimieren möchten.

Website: http://www.petravonschenckconsulting.com/

Speziell für durchstartende Selbständige und Unternehmer/innen: http://www.startbusiness.petravonschenckconsulting.com/

Fotos:
Markus Spiske, Flickr
FlorianKlauer, Unsplash
Tim Reckmann, Pixelio

 

 

 

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15 Kommentare, sei der nächste!

  1. Hallo Petra,
    Dein Artikel passt super in meine aktuelle Stimmung rein. Die herausragendste Idee war für mich der ROTE FADEN. Ich kann das nur bestätigen.

    Seit ich meinen roten Faden (das Spielerische) ent-deckt habe, schreiben sich meine Blogartikel wie von selbst. Und dabei lag es alles schon offen vor und zwar jahrelang.

    Aber es bedurfte einiger Zeit, Reflektion und den Willen hinzuschauen, bis ich das erkennen konnte.

    Toller Artikel & Viele Grüße
    David

    1. Hallo David,
      Dankeschön für Dein positives Feedback – ich freue mich sehr darüber, dass mein Artikel Dich anspricht.

      Ja, manchmal lässt sich der rote Faden nicht so leicht oder sofort selbst erkennen, weil einfach der dafür nötige innere Abstand fehlt. Dafür ist es umso schöner, wenn der Faden sichtbar wird und in die eigene Arbeit eingewoben wird bzw. einem als ansprechendes Muster entgegen strahlt.

      Ich wünsche Dir viel Erfolg und eine gute Zeit!

      Viele Grüße

      Petra

  2. Liebe Petra,

    ein toller Artikel, der mir sehr gefällt. Denn gerade das mit den Karteikarten finde ich so cool. Es ergeben sich daraus, so wie du es auch beschreibst, viele Möglichkeiten. Und man hat es schriftlich vor Augen. Das ist für mich immer ganz wichtig. Raus aus dem Kopf und dann schriftlich festhalten. Und dann evtl. nochmals von verschiedenen Seiten beleuchten und anschauen. Und so zur Kernaussage bzw. zu dem Punkt kommen, der nach Außen will.

    Danke und herzliche Grüße
    Silvia

    1. Liebe Silvia,

      merci vielmal für Deine liebenswürdige Zustimmung.
      Ich mag meine Karteikarten-Methode auch sehr und benutze dafür besonders schöne Karten und Boxen – so macht das Arbeiten, Strukturieren und Konzipieren noch einmal so viel Spaß.
      Gerade durch das Niederschreiben wird man sich vieler Details und weiterer Anknüpfungspunkte bewusst – einfach weil man für einen Moment die Idee los lässt und frei weiter sinnieren kann, ohne sie zu verlieren.

      Ich wünsche Dir viele tolle neue Ideen!

      Herzliche Grüße

      Petra

  3. Liebe Petra, liebe Diana

    Danke für den Artikel. Für mich waren 2 Goldnuggets dabei!
    1. Die Erinnerung an die berühmten W-Fragen
    Das gerät doch manchmal zu leicht in Vergessenheit und hilft nochmal beim Strukturierung.
    2. Der rote Faden
    Dieses kleine Detail, das sich immer wiederfindet. Das ist wirklich wichtig, denn es hilft bei schärferen Positionierung. Ich bin meinem Detail, meinem Lieblingstopic in meinem Lieblingsthema auf die Spur gekommen.
    Von Herzen liebe Grüße
    Veronika

  4. Liebe Veronika,

    es freut mich sehr, dass Du auf Gold gestoßen bist und meine Anregungen für Dich hilfreich sind!
    Ja, die W-Fragen sind einfach klasse!
    Wenn sich Kreativität mit Struktur vereint, kann das zu ganz großartigen Ergebnissen führen. Ich bin schon gespannt, wie Du Dein Lieblingstopic verfolgen wirst und wünsche Dir dabei viel Erfolg!

    Herzliche Grüße

    Petra

  5. Liebe Petra,

    wunderbar!!! DANKE!

    Genau, wie meine „Vorschreiber“ 😉 bin ich meinem roten Faden auf die Spur gekommen. Das, was alles zusammen hält, womit mein chaotischer Bauchladen plötzlich „Sinn“ macht. Es war sofort da, mit einem „pling“ und ich denke das wird mal wieder ein blog- Artikel!

    Auch die Idee mit den Karteikarten finde ich klasse!!
    Vielen Dank und liebe Grüße!
    Kristin

  6. Liebe Kristin,

    sehr gerne geschehen! 🙂
    Ich freue mich mit Dir, dass ich Dich mit meinem Text inspiriert habe und Du Deinen roten Faden gefunden hast! Auf Deinen Blog-Artikel bin ich schon gespannt.

    Herzliche Grüße

    Petra

  7. Hallo Petra,

    danke für diesen Artikel. Bei 2 Punkten bin ich beim Lesen sofort wieder in Gedanken versunken.
    Die Karteikarten und der rote Faden. Beides kombiniert möchte ich jetzt gleich mal ausprobieren, sprich meine geplanten Projekte auf Karteikarten schreiben und so durch spielen mit den Karten eine Gemeinsamkeit, einen roten Faden finden.
    Dadurch hast du mich auf die Idee gebracht, meine Projekte mal daraufhin zu überprüfen, ob man sie nicht kombinieren kann. Bis jetzt waren es nur Projekte, die für sich allein da gestanden sind.

    Danke und herzliche Grüße aus Salzburg!
    Stefan

    1. Hallo Stefan,

      es freut mich sehr, dass ich Dich zum Nachdenken angeregt habe und Du einen zusätzlichen Blickwinkel auf Deine Projekte gefunden hast. Ich wünsche Dir beim Kombinieren viel Spaß und Erfolg!

      Herzliche Grüße nach Salzburg
      Petra

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