Auch Ideenheldinnen entscheiden sich mal

Ein Erfahrungsbericht

Diesen Gastartikel stammt von Ivana von weltenbummlerin.de.

Wie das eben so ist mit Ideenheldinnen, ich hatte und habe tausend Ideen im Kopf und tatsächlich schafften es einige, konsequent umgesetzt zu werden. So war das mit meinen Blogs. Ja, genau, gleich mehrere. Ich hatte einen Reiseblog und einen Blog rund um das Thema Persönlichkeitsentwicklung.

Und weil ich die Themen spannend finde, packte ich noch zusätzlich Entspannung und Spiritualität mit dazu.

Eigentlich hätte ich daraus einen dritten Blog machen können, dazu noch einen vierten Do-it-yourself-Blog, in dem ich über Seife sieden, Fimoketten, Socken stricken, Marmeladenrezepte und gefühlt 1000 andere Dinge schreiben könnte.

Immerhin war ich so schlau, um Blog Nummer drei und vier eben nicht zu starten, denn auch mein Tag hat nur 24 Stunden.

Wie es anfing

Ich bin also mit zwei Blogs an den Start gegangen. Beide liefen tatsächlich über ein Jahr parallel. Aber ganz ehrlich, mich hat es zusätzlich zu meinem normalen Brotjob, den ich damals noch hatte, aufgefressen. Das hat zwei Artikel pro Woche und das bedeutete: zwei Newsletter, zwei Facebook-Fanpages, zwei Twitter-Accounts, 2 Pinterest-Seiten, was man halt so macht.

Ich wollte beides machen und keines der beiden Themen fallen lassen. Letztendlich war aber die Situation für mich nach allen Seiten hin unbefriedigend. Ich merkte, dass ich den Persönlichkeitsentwicklungsblog immer mehr vernachlässigte. Die Blogbeiträge erschienen irgendwann nicht mehr wöchentlich, sondern alle zwei Wochen, dann monatlich und am Ende habe ich mich in meine dreimonatige Auszeit „gerettet“ und das Schreiben der Beiträge ganz eingestellt.

Ich hatte und habe immer noch ein schlechtes Gewissen gegenüber meinen Leserinnen, denn ich hatte das Gefühl, sie im Stich zu lassen. In jedem Fall habe ich ihre Geduld ziemlich strapaziert. Ich war jedoch immer transparent und ich denke, das ist auch der Grund, warum viele mir treu geblieben sind.

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Eine Entscheidung wird nötig

Am Ende stand aber dann doch die Entscheidung, was ich in Zukunft machen will. Ich hatte folgende Alternativen:

  • Beide Blogs weiter betreiben, dann aber ernsthaft.
  • Den Persönlichkeitsentwicklungsblog einstellen.
  • Beide Blogs verbinden und ein übergreifendes Motto finden.

Das war dann der Moment, als ich bei Diana das Coaching hatte. Sie hat mich ermutigt, meinen Weg zu gehen und es mit der Verbindung zu versuchen. Mir hat bis dato irgendwie der Plan gefehlt, wie ich beides unter einen Hut bekommen kann, auch wenn es sich im weitesten Sinn um Reisen dreht, eben Reisen ganz klassisch und dann aber die Reise zu sich selbst. Dann war plötzlich klar, dass das Reisen mein Oberthema ist.

 

Zweifel kommen

Ich hatte vorsichtig bei den Leserinnen und Lesern meines Reiseblogs vorgefühlt, was sie denn zu einer Mischung sagen würden und die Reaktionen waren verhalten bis ablehnend, aber ein paar Stimmen dafür gab es auch.

Wie es aber so ist, die kritischen Stimmen blieben in meinem Kopf hängen und ich dachte mir, dass ich bestimmt viele Leserinnen und Leser verprellen würde, wenn ich die beiden Themen verbinde.

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Während meiner dreimonatigen Reise durch Asien trieb mich das Ganze phasenweise um und ich weiß gar nicht mehr, wie oft ich eine finale Entscheidung getroffen und dann diese wieder verworfen habe.

 

Mir war klar, dass ich am Ende eine Entscheidung treffen musste, denn so konnte es auf Dauer nicht weitergehen.

 

Die Entscheidung steht

Während meiner Reise hatte ich die Chance, die DE-Domain für meine Reiseseite zu bekommen. Das war dann letztendlich der ausschlaggebende Punkt. Ich hatte die neue Domain, ich wollte ohnehin einen optischen Relaunch der Reiseseite machen und dann konnte ich damit gleich eine Neuausrichtung verbinden.

Das habe ich getan und drei Wochen nach meiner Rückkehr habe ich meine Seite stolz in neuer Optik und mit neuer Ausrichtung vorgestellt. Ich habe noch danach etwas Feintuning betrieben und die Unterüberschrift einige Male geändert, die Kategorien angepasst und ein wenig am Design gedreht.

Am Anfang wollte ich weiterhin pro Woche einen Artikel schreiben, aber das habe ich geändert. Jetzt veröffentliche ich wie gewohnt einen Reiseartikel am Mittwoch und am Freitag kommt ein Artikel zu den Themen Persönlichkeit, Entspannung oder Spiritualität. Es gibt entsprechend auch zwei Kategorien, so dass sich jeder die Themen herauspicken kann, die ihn interessieren.

Das passt jetzt mich und das ist schon einmal ein guter Schritt in die richtige Richtung, denn beide Themen werden gleichberechtigt behandelt. Alles ist unter einem Dach und daher fällt die Doppelarbeit rund um das Verbreiten der Artikel weg.

Was mich wirklich gefreut hat ist, dass sich nur ganz wenige aus dem Newsletter ausgetragen haben. Das zeigt mir, dass der Relaunch und das Verbinden der Themen doch gut angenommen werden.

Ich werde einfach die Reaktionen abwarten und sehen, wie es sich entwickeln wird. Das ist eben das Schöne an Online, nichts ist für die Ewigkeit in Stein gemeißelt.

 

Lessons learned

Tja, und was habe ich daraus gelernt?

  • Es ist ok, dass ich viele Interessen habe.
  • Wenn ich auf zu vielen Hochzeiten tanze, dann leiden alle Projekte darunter.
  • Auch mit etwas Bauchgrimmen kann und soll man etwas Neues ausprobieren. Das ist ein Schritt aus der Komfortzone und da ist einem immer unwohl dabei. Das ist aber völlig normal.
  • Wenn etwas nicht funktioniert, dann probiere ich eben etwas Anderes.

 

Und jetzt Du! Schreibe Diana und mir, wie Du mit Deine vielen Interessen umgehst!

Liebe Grüße, Ivana

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Ivana Drobek

Ivana Drobek: In ihrem Blog weltenbummlerin.de schreibt sie für Frauen, die neugierig auf sich selbst und die Welt sind. Für sie ist es wichtig, nicht nur Träume zu haben, sondern sie auch zu leben. Dazu gehört unbedingt das Reisen.

Danke Ivana, dass Du uns einen Einblick in Deinen Entscheidungsprozess bezüglich Deiner Blogs gegeben hast. Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg und Freude an Deiner neuen kombinierten Ausrichtung.

Schreib uns gerne in unserer Facebook-Gruppe wie es weiter gegangen ist. 

Alles Liebe, Dana

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