Jennifer Leetsch

Ideenheldin der Woche 11

mailJennifer Leetsch arbeitet als Hypnose-Coach für Reiter und Pferdefreunde. Wortlose Kommunikation, Intuition, Mut und innere Ruhe bilden einen wichtigen Schwerpunkt in der Arbeit mit Pferden.

 

1. War für dich schon immer klar, dass du mit Pferden arbeiten willst? Wie kam es dazu?

Es war mir auf jeden Fall sehr früh klar. Ich wollte schon im Kindergarten immer „wenn ich groß“ bin, mit Tieren arbeiten. Ab der Schule wollte ich dann unbedingt Pferdepflegerin werden.

Egal wie – Hauptsache Pferde. 

Auch wenn ich mich düster daran erinnere das ich immer schnell Angst vor den Großen bekam wenn man mich einfach drauf setzte und ich dann einfach mal reiten sollte. In diesen Momenten fehlte mir vorab der Kontakt zum Pferd. Um das zu begreifen war ich jedoch zu jung.

Diese Methode schob sich noch eine Weile durch mein Leben. Ich begann zu begreifen das es mir gar nicht ums Reiten ging – auch heute bin ich kein ehrgeiziger Reiter – Reiten gehört für mich zwar irgendwo dazu – aber ich habe keine Ambitionen an Turnieren zu starten oder ähnliches.

Ab und an pausierte ich, wenn mir der Druck zu groß war, mich in eine bestimmte Reitweise zu drängen. Doch es zog mich immer wieder zum Pferd oder sie begegneten mir glücklicherweise einfach immer wieder. Ich ging dann für fast 3 Jahre zur Nordsee und arbeitete auf einem Pferdehof. Dies war mehr oder weniger der Grundstein. Ich lernte so viel und wuchs durch den Umgang mit den Pferden über mich hinaus. Ich lernte selbstständig mit den Pferden zu arbeiten, zu beobachten und meiner Intuition zu vertrauen. Später begann ich eine Ausbildung in Erkner zur Tierpflegerin, arbeitete jedoch vorrangig mit Pferden.

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Ich durfte einen Lehrgang der FN ( Deutsche reiterliche Vereinigung) mitmachen und gab mit der Zeit selbst Reitunterricht, begleitete therapeutische Reitstunden und hatte eigene Ponygruppen für Kinder die ich selbst managte. An diesem Hof wurde ich stets ermuntert meine eigenen Ideen zu verwirklichen, mich auszutesten und selbstständig zu handeln – dort meine Lehre anzufangen war eine der besten Entscheidungen in meinem Leben !

Für mich steht noch heute das Wohl des Pferdes und die Freude mit dem Pferd an erster Stelle-weit vor der Reiterei. Mit den Weiterbildungen die ich im Laufe der Zeit machte habe ich nun meine Liebe zum Pferd verbunden und mein Hypnosecoaching speziell auf den Reiter abgestimmt.

Denn die Frage ist nicht was das Pferd alles für den Menschen tun kann – sondern was wir Menschen für das Pferd tun können.

Einem Tier das uns so sehr entgegenkommt, unsere Sprache lernt, nicht nachtragend ist und den Menschen durch so viele zeitliche Epochen begleitet hat. Stets aufgeschlossen und unvoreingenommen. Die meisten Probleme beim Reiten oder beim Umgang mit Pferden sind einfach nur Missverständnisse, Druck und Ungeduld des Menschen. Oder es entstehen Unsicherheiten beim Menschen der ganz andere Bilder und Wünsche im Bezug auf Pferde hat, als es in manchen Reitschulen der Fall ist. Hier steh ich den Menschen und letztendlich den Pferden zur Seite. Um die Verbindung zwischen Mensch und Pferd zu stärken und die Freundschaft somit zu festigen.



 

2. Was bedeutet es für dich Ideenheldin zu sein?

Ideenheldin-ButtonHmmm schwierige Frage. Ich denke es ist die Gewissheit, das ich die Freiheit habe, Vieles miteinander zu verbinden. Dinge neu zu erschaffen und jeder Idee von mir auch wirklich Leben einhauchen zu können. 

Ich darf meiner Neugier folgen, Erfahrungen sammeln – und diese mit anderen Verbinden. Es ist für mich ein kreativer und lebendiger Akt, wenn ich plötzlich den Impuls einfach auslebe, verschiedenes miteinander zu verschmelzen. 

Oder Themen die ich vielleicht schon mehrmals in Angriff nahm, ganz neu aufzuarbeiten.



 

3. Wie und wann lebst du deine Vielseitigkeit aus?

Das ist sehr unterschiedlich. Ich glaube es trifft am ehesten zu, das ich einem Impuls folge. Ich fühle mich dann ganz plötzlich höchst motiviert, bin ganz aufgeweckt und manchmal habe ich Mühe dann alle Ideen und Impulse unter einen Hut zu bringen bzw. sie aufzuschreiben.

Es fühlt sich mega toll an !

Ich weiß gar nicht ob ich das wie und wann so genau trennen kann….und ob ich das überhaupt will.

Es gibt vieles was ich in meinen Beruf als Coach einfließen lasse. Manchmal sind es Themen die ich früher als Hobby empfand, aber so viel Wissen angehäuft habe das ich es ins Coaching mit einfließen lasse.

Klar habe ich auch Hobbys die ich auch als solche sehe…noch.

Bei manchen Themen MUSS ich dem Impuls einfach folgen. Es gibt aber auch Dinge die ich toll finde, aber das Gefühl habe das ich das auch wann anders machen kann oder einfach noch nicht die Zeit reif ist. Dafür habe ich ein Buch neben meinem Bett liegen, da ich oft nachts ganz plötzlich Ideen bekomme und schon oft Angst hatte die wieder zu vergessen. Nun schreib ich sie oft auf und behalte den Überblick.



 

4. Was inspiriert dich und wie »kanalisierst« du diese Inspirationen?

Inspirieren…hmmmm schwer für manche Gefühle Worte zu finden. Also auf jeden Fall Pferde. Sie zu beobachten und Zeit mit ihnen zu verbringen schafft eine innere Ruhe für mich und inspiriert mich zu gleich. Ich fühl mich geerdet und bekomme dennoch Input.

Auch Geschichten anderer Menschen inspirieren mich für neue Blickwinkel. Neue Lösungswege.

Ach mir fallen da so viele Dinge ein: Bücher, Filme , Orte, Situationen aus dem Alltag, Zeichnen.

Das Kanalisieren fällt mir bei so vielen interessanten Dingen im Leben ab und an etwas schwer. Aber auch hier hilft es mir Dinge aufzuschreiben oder ich mache ständig Fotos von allem was mich begeistert oder mir tolle Gefühle mach t- Dinge worauf ich auch stolz bin.

Denn wenn die Angst etwas evtl. zu vergessen nicht mehr da ist, ist es oft leichter für mich zu analysieren ob ich dem Impuls unbedingt jetzt folgen will oder das auch später machen kann.

Und letztendlich: Tagträume! Einfach eine wundervolle Art Dinge zu kreieren!

5. Was ist für dich das wertvollste Tool / der wertvollste Tipp (für Ideenhelden) bei deiner Organisation?

Wo ich doch so ein kleiner Kreativ-Chaot bin. 😉

Da ich da etwas altmodisch bin: Notizbücher. Ich mag es ein Buch in der Hand zu haben, zu blättern und zu kritzeln!

Ich habe einige zu den verschiedensten Themen- es fühlt sich einfach gut an.

Auch To Do- Listen helfen mir über die Tage. Einfach zu sehen welche Dinge eine Priorität haben und dann einfach ein Häkchen dahinter zu machen.

Ich habe auch so gut wie immer neben dem Notizbuch noch einen schönen Kalender dabei. Einfach um einen Überblick zu behalten.

Und unglaublich wertvoll : Ein lieber Menschen der sich immer wieder erkundigt wie weit ich mit gewissen Projekten bin und diese dann auch innerhalb einer Frist sehen will. Das stärkt mir den Rücken unglaublich und es ist einfach schön das da jemand ist der Teil dieses Weges ist !

 

Danke liebe Jennifer, dass Du uns an Deiner Welt hast teilhaben lassen. 

Alles Liebe,

Unterschrift Diana