Alfred Zenz jun.

Ideenheld der Woche 8:

Alfred Zenz (4 von 17)_ausgewählt

 

 

Sybille Johann hat Alfred Zenz von Seelengärtner.at zum Ideenhelden der Woche 8 nominiert. Lest hier Alfreds sehr inspirierenden und tiefgehenden Antworten auf Sybilles Fragen:

 

1. Welche größte Herausforderung brachte dich letzten Endes auf deinen jetzigen Weg? Gab es eine Art Schlüsselerlebnis?

Ja und Nein.

EIN Schlüsselerlebnis gab es in diesem Sinne nicht. Ich würde eher sagen, es war ein wiederholtes Anklopfen des Lebens bei mir, ganz nach dem Motto: „Hey, wach auf, komm in die Gänge! Wir brauchen dich woanders! Es gibt wichtigeres zu tun für Dich!“

Dieses Anklopfen machte sich über viele Jahre in Form von „beruflichem Unglücklichsein“ bemerkbar. Ich hatte regelmäßig depressive Schübe, besonders an Sonntagen und nach Reisen und Urlauben. Im Geiste habe ich sicherlich 1000 Mal meine berufliche Laufbahn als Gartenbauunternehmer beendet. Die Herausforderung darin war die, dass ich meine Arbeit grundsätzlich sehr gerne machte und auch sehr gut konnte. Ich war davon überzeugt für nichts anderes geschaffen worden zu sein. Erst als der „seelische“ Schmerz, das Weg-Von, groß genug wurde und am Horizont ein deutliches Hin-Zu aufleuchtete, war genug Kraft für eine Veränderung da.

Dieses Hin-Zu war ein NLP-Intensiv Training, wo ich durch meine Freundin Diana dankenswerterweise reinkam. Hier erkannte ich, wie leicht es mir fällt mit Leuten an ihren Themen zu arbeiten und vor allem wie erfüllend das für mich ist. Hier machte es glaube ich zum ersten Mal wirklich „Click!“. Warum sollte ich denn nicht das hauptberuflich machen?

Nur wollte ich den Bezug zu den Pflanzen und der Natur nicht wirklich aufgeben. Und in einer von der Muse geküssten Stunde fiel es mir dann wie Schuppen von den Augen: Ich arbeite mit Menschen UND der Natur. Mein Beruf ist es ein Gärtner für die Seele des Menschen zu sein.

Das war die Geburtsstunde für SEELENGÄRTNER.

2. Wer waren deine Vorbilder oder Inspirationsquellen?

Die Antwort ist bei mir nicht schwer zu finden: Die NATUR mit all ihren Wesenheiten. Sie war und ist mir das allerbeste Heilmittel in „dunklen“ Stunden und die Quelle von Inspiration und Kreativität. Wenn ich in den Wald gehe, dann ist es wie wenn ich gute Freunde besuche. Dies hat mir auch mein Vater sehr schön vermittelt, der zu mir als Kind schon immer meinte: er gehe am Sonntag nicht in die Kirche, sondern in seinen Garten, um Gott nahe zu sein.

Als spirituell Suchender beschäftigte ich mich sehr intensiv mit Heilern aus aller Welt. Hier gäbe es sehr viele Namen zu nennen. Joao de Deus, Dirk Oellibrandt, Roland Sprung, Eckhart Tolle, Leo Hartong usw. Einige durfte ich persönlich kennenlernen, von anderen die Bücher immer und immer wieder lesen. Sie alle inspirierten mich dazu wieder eine Ahnung von meiner eigenen Natur, meinem innersten Wesen zu bekommen. Und ich glaube, das ist auch schon alles, um was es geht – sich daran zu erinnern, wer oder was man tatsächlich ist. So wie die Natur – sie IST einfach.

Und das passt dann auch wieder wunderbar zu meiner Berufung als Seelengärtner.

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3. Welche Weisheit des Lebens möchtest du der Welt hinterlassen?

 Hier möchte ich gerne an die obige Antwort anschließen und eine Passage aus dem Buch `Eine neue Erde` von Eckhart Tolle, in meinen Worten wiedergeben:

Es gibt ein inneres und ein äußeres Ziel im Leben eines jeden Menschen. Das äußere Ziel ist bei jedem was anderes, wie z.B. beruflicher Erfolg, erfüllte Beziehung, eine Weltreise, Segeljacht etc. Beim Inneren Ziel geht es bei jedem Menschen ums Gleiche: ERWACHEN. Offen zu werden für das sich entfaltende Bewusstsein und sein Licht in die Welt zu tragen. Es ist letztendlich das um was es eigentlich geht.

Und das macht dann auch den eigentlichen beruflichen Erfolg aus, egal ob man Spezialist oder Ideenheld ist: „Was ich auch tue, tue ich außerordentlich gut, wenn das Tun selbst im Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit steht ohne einem bestimmten Zweck zu dienen, sondern in sich selbst vor Freude und Lebendigkeit durchdrungen ist.“ (Eckhart Tolle, Eine neue Erde)

4. Was bedeutet für dich der momentane Bewusstseinswandel? Wie glaubst du wird er sich in den nächsten Jahren entwickeln?

 Ich glaube, dass wir gerade in einer sehr transformativen Phase sind und unglaubliche Umwälzungen stattfinden. Sich seiner selbst bewusster zu werden bedeutet nicht immer eitle Wonne und neue tolle Fähigkeiten. Ich glaube für ganz viele Menschen ist es sogar die härteste Zeit ihres Lebens. Ganz einfach weil das Unbewusste (alte Muster, Gewohnheiten, Sicherheiten usw.) alles tut, um am Leben zu bleiben. Da kann Veränderung in der Geschwindigkeit wie sie jetzt gerade abläuft, schon ganz schön bedrohlich wirken für das eine oder andere Ego. Das Gute daran ist- man hat die Chance (die ja ein Teil der Krise ist), sich zu verändern. Rückblickend weiß man es ja bekanntlich zu schätzen.

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5. Hast du noch einen konkreten Traum, den du dir erfüllen möchtest oder lässt du es lieber auf dich zukommen?

Ich habe so etwas wie meine Big Five in Life, die sich gerade ändern. Obwohl – Ich erkenne für mich gerade, dass es mir immer mehr um „Innere Angelegenheiten“ geht als um irgendetwas im Außen zu erreichen. Der schönste Sandstrand kann mich nicht lange befriedigen, wenn ich gerade nicht im Frieden BIN.

So würde ich in einem Satz sagen: 

 

Danke Alfred für dieses wunderbare Interview. Ich freue mich, dass die anderen Ideenhelden, Dich jetzt etwas näher kennen lernen konnten.

In Liebe,

Unterschrift Diana