Selbstmanagement oder kreatives Chaos

Ein Selbstmanagement-Experiment

Als vielseitige Ideenheldin, Bloggerin und Solo-Unternehmerin könnte mein Tag locker doppelt so viele Stunden haben.

Ständig fallen mir neue Dinge ein, die wahnsinnig spannend umzusetzen wären: hier eine Produktidee und da eine Optimierungsidee. Meine Website braucht auch dringend einen Relaunch.

Dann noch die laufenden Projekte: Blogartikel schreiben, Social Media Posts, E-Mails beantworten, Coachings durchführen, Webinare veranstalten, Events und Vorträge organisieren, Gastartikel, neue Freebies ausdenken, Facebook Fanpage Header neu gestalten, in Camtasia einarbeiten, DigiMember für den neuen Onlinekurs einrichten und und und.

SelbstmanagementMit anderen Worten, meine To Do´s lieben es, in meinem Kopf Tango zu tanzen ;-).

Ich vermute Du kennst das auch? Vor lauter zu erledigenden Dingen, den Überblick zu verlieren und manchmal verblasst sogar die Freude an Deinen Herzensbusiness, weil es einfach zu viel auf einmal ist?

Dann ist es Zeit, Tabula rasa zu machen.

Ich will wieder Ruhe in meinem Kopf und mehr Leichtigkeit und Freude in meinem Business haben! Deshalb wage ich ein Experiment und mache Tabula rasa mit meinem Selbstmanagement.

Und damit Du auch was davon hast, lasse ich Dich daran teilhaben :-).

Wie ich mein Selbstmanagement auf den Kopf stellte und was Dir dabei hilft, es auch zu tun

1.Mach es nicht alleine

Schon allzu oft habe ich Anlauf genommen, meine To Do´s und mein Selbstmanagement zu optimieren und habe es immer wieder ziemlich schnell sein lassen, weil es mich einengte und nicht  zu meinem Ideenheldinnen-Sein passte.

Diesmal habe ich mir Unterstützung von Claudia Kauscheder geholt und absolviere ihren Kurs Abenteuer Home Office. Da bin ich Teil einer Community von Menschen, die ähnliche Herausforderungen haben. Und wenn ich merke, es hakt, ich komme nicht weiter, dann  bekomme ich hilfreiche Unterstützung. Außerdem erhöhen die zu absolvierenden Units die Verbindlichkeit ;-).

  • Wer oder was könnte Dich bei Deinem Vorhaben unterstützen, Dein Selbstmanagement auf Vordermann zu bringen?
  • Hättest Du Lust einen Online-Kurs zu besuchen? Oder ein Buch zu dem Thema zu lesen? Oder einen Blog-Artikel?
  • Oder wie wäre es beispielsweise mit einer Partnerin / einem Partner (Accountability Partner)? Ihr könntet Euch in regelmäßigen Abständen verabreden und von Euren Fortschritten berichten. Das motiviert ungemein. 😉

Selbstmanagement

Finde den für Dich passenden Weg und lass Dich unterstützen.

 

2. Starte mit einer Bestandsaufnahme

  • Wie steht es um Dein Selbstmanagement?
  • Wie organisierst Du Deine To Do´s?
  • Wie viel Planung hältst Du gut aus?
  • Wie viel Freiheit und Flexibilität ist Dir wichtig?
  • Wie sieht Deine Ordnerstruktur auf  Deinem Computer aus?
  • Wie gut organisierst Du Deine Termine?

 

Meine Bestandsaufnahme sah nicht sehr rosig aus:

Die vielen To Dos im Kopf halten mich auf Trab und lassen mich kaum einschlafen. Die Ordnerstruktur in meinem Computer wird immer wilder und ich finde Dateien nur noch über die Suchfunktion. Ich schiebe geplante Produktentwicklungen ständig nach hinten, weil das Tagesgeschäft mich auf Trab hält. Ich bin der Prokrastination sehr angetan und mache in einer Stunde oft 20 verschiedene Dinge, manche davon gleichzeitig ;-).

Mit anderen Worten, es bestand Handlungsbedarf!

 

3. Setze Dir realistische und verführerische Ziele

Für welchen Zeitraum möchtest Du Dich auf dieses Experiment einlassen? Bei mir sind es 6 Wochen, weil für diesen Zeitraum der Kurs angesetzt ist und ich mir diesen Zeitraum als Experimentrahmen gesetzt habe.

  • Was soll nach diesem Zeitraum in Deinem Selbstmanagement anders laufen?
  • Wie möchtest Du Dich fühlen?
  • Was wird Dir dann leichter und freudiger von der Hand gehen?

 

Selbstmanagement

 

Meine realistischen und verführerischen Ziele:

Ich möchte

  • wieder gut einschlafen können ohne dass mir die To Do´s im Kopf herumtanzen
  • Dateien auch ohne Suche schnell zur Hand haben
  • ein gutes Gefühl haben, dass meine Ideen und To Do´s „gut aufgehoben“ sind
  • systematischer Arbeiten und mich weniger in Prokrastination verlieren
  • ein gut funktionierendes System für meine E-Mails

 

4. Hole Deine To Do´s aus Deinem Kopf

Es ist wissenschaftlich bewiesen, dass unser Gehirn nicht zwischen den Dingen unterscheidet, die wir tatsächlich tun und über die wir nur nachdenken. Es wendet also für beides die selbe Menge an Energie auf. Sprich, über To Do´s nachdenken kostet genauso viel Kraft, wie sie zu tun.

Also raus mit den To Do´s aus Deinem Kopf!

Schreibe alles, was Dir an zu erledigenden Dingen durch den Kopf schwirrt an eine Pinnwand, in eine Computer Datei, in ein Notizbuch, in Evernote, Trello oder in ein sonstiges System Deiner Wahl.

Ich habe alles, was ich archiviere und was textlastig ist, in Evernote gesammelt. Thomas Mangolds Kurs: „Evernote, das Life-Management-Tool“ kann ich wärmstens empfehlen.

Hilfreich ist es, die To Do´s wirklich an einem Ort zu sammeln. Denn wenn sie sich in den E-Mails, auf verschiedenen Post it´s in verschiedenen Notizbüchlein verstecken, geht wieder der Überblick flöten ;-).

Ich hab meine Überblicks To Do Liste auf einem Trello Board zusammen gefasst. Ich habe verschiedene Hauptgruppen, Unterkategorieren (Kärtchen) und sogar Checklisten zum Abhaken mit %-Anzeige über den Fortschritt der Erledigung der To Do´s.

Wenn Du tiefer in Trello eintauchen möchtest, klicke hier.

 

Selbstmanagement 

Die Leichtigkeit in meinem Kopf fühlt sich einfach wunderbar an.

 

 5. Plane Dir Routinen ein und gestalte sie Dir verlockend

Welche Gewohnheiten während des Tages sind Dir lieb und teuer? Was brauchst Du, damit Du Dich so richtig wohl während des Arbeitens fühlst?

Ich liebe es, während des Arbeitens eine große Kanne Tee zu trinken. Gerade vor kurzem habe ich in diesem supertollen Artikel gelesen, dass eine erhöhte Körper- und Raumtemperatur zu mehr Produktivität führt.

Wenn ich besonders kreativ sein möchte, lege ich sogar noch eins drauf. Ich zünde mir eine Kerze an und sorge dafür, dass mein Schreibtisch tipp top aufgeräumt ist ;-). Das habe ich gerade zum Schreiben dieses Artikels auch getan.

Und zu diesen Gewohnheiten kannst Du neue Routinen hinzufügen, mit der gleichen Liebe gestaltet.

Was können solche Routinen für Dich sein?

 

Eine Morgenroutine: den Tag vorausschauen.

  • Was möchtest Du heute für ein Gefühl leben?
  • Auf welche To Do´s hast Du heute besonders Lust?
  • Was für eine Tagesenergie ist heute für Dich? Ist es eher ein Buchhaltungstag oder ein Kreativtag oder ein Strategietag?
  • Welche fixen Termine oder Deadlines gibt es heute? Was möchtest Du am Ende des Tages geschafft haben?

 

Eine Feierabendroutine: den Tag reflektieren.

  • Was steht auf Deiner „Getan-Liste“?
  • Worauf bist Du stolz wenn Du auf den heutigen Arbeitstag zurück blickst?
  • Wofür bist Du dankbar?

 

Der Fokus auf den „Freude-Faktor“ bei meinen To Do´s und das Einbeziehen meiner Tagesenergie machen bei mir einen großen Unterschied aus. Und das Reflektieren des Tages erfüllt mich mit Dankbarkeit und Zufriedenheit. Ich liebe meine „Getan-Liste“ ;-).

Und? Hast Du Lust bekommen, mit mir das Selbstmanagement – Experiment mitzumachen?

Trag Dich gerne in meinen Newsletter ein, da werde ich von meinen Fortschritten berichten und jedes Mal ein paar leicht umsetzbare und verführerische Tipps mit einfließen lassen.

Ui, das war mal wieder ein sehr offener und ehrlicher Blogartikel ;-). Jetzt weißt Du, wie es bisher um mein Selbstmanagement stand ;-). Schreib mir gern, wie es um Dein Selbstmanagement steht.

Ich freu mich drauf.

Alles Liebe,

Diana

 

P.S. In diesem Artikel sind 4 Affiliate Links eingebunden. Für Dich werden die Kurse oder Produkte dadurch nicht teuerer. Es ist eine kleine Arbeitsentschädigung für mich und Claudia Kauscheder für das Testen und Empfehlen dieser Produkte. Danke!

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Ich gebe sie nicht an Dritte weiter und schicke auch keine ungewollte Werbung.
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16 Kommentare, sei der nächste!

  1. Liebe Diana,

    nachdem ich meinen Weg einfach verloren habe, bin ich jetzt endlich wieder auf dem richtigen Weg unterwegs und da steht auch eine bessere Planung an. Da kam heute dein Artikel wirklich passend, denn ich muss mich auch wieder neu strukturieren.
    Ich hatte das schon mal gemacht, das ist aber leider die letzten Monate untergegangen. Doch jetzt geht es wieder voller Elan an die Arbeit.

    Herzliche Grüße
    Barbara

    1. Liebe Barbara, das freut mich sehr, dass ich Dich mit meinem Artikel für das Thema Planung und Struktur begeistern konnte :-). Ich finde da auch immer mehr meinen Weg und es ist faszinierend, wie sich dieses Thema für mich neu erschließt. Bisher habe ich Planung und Struktur immer etwas schief von der Seite angeschaut 😉 Jetzt kombiniere ich das immer mehr mit kreativen Elementen und Flexibilität, da macht es richtig Spaß.

      Ich wünsche Dir einen guten Wiedereinstieg und freue mich, dass Du wieder auf Deinem Weg bist.

      Alles, alles Liebe,
      Diana

  2. Hallo Diana, ich habe 4 Kinder groß gezogen und schon damals und durch das Beispiel meiner Mutter mit To do Listen angefangen. Ohne die geht bei mir gar nichts mehr. Irgendwann traf ich mal eine Frau, die mir von ihrer Tafel erzählte. Darauf hin legte ich mir auch so ein Whiteboard zu. Klasse! Das Getane einfach wegwischen zu können udn oft genug habe ich was erledigtes extra nochmal drauf geschrieben, um es dann auch noch wegwischen zu können. Ansonsten sortiere ich meine vielfältigen To dos nach der Dringlichkeit. Heute z.B. muss ich noch rum fahren udn Plakate für unsere Weinprobe an Ostern aushängen. Das ist 10 – 14 Tage vorher sinnvoll. Oder die Vorbereitung des Netzwerktreffens, das ich heute Abend leite, hat natürlich Vorrang vor dem Weiterbau meines neuen Online-Business`. Oder wenn das Wetter klasse ist für den Garten, dann geht das der Schreibtischarbeit auch vor. Und so komme ich mit dem Selbstmanagement grundsätzlich gut zurecht, aber es bleiben viel zu viele Ideen, von denen viel zu viele hinten runter fallen, weil der Tag einfach zu kurz ist für die vielen tollen Sachen, die ich gerne machen würde. Da sage ich mir aber: Alles hat seine Zeit und wenn was wirklich dran ist, dann schaffe ich das auch.

    1. Liebe Christiane,
      Danke für Deine Ergänzungen. Ja genau es ist ein Jonglieren mit Wichtigkeit und Dringlichkeit ;-). Da hilft mir auch immer sehr das Visualisieren der Eisenhower Matrix.

      Und sehr gut, wie Du Deinen Impulsen folgst. Ja genau, alles hat seine Zeit. Ich spüre auch, dass es schwerer ist, wenn ich nicht nach diesen Zeitqualitäten gehe.

      Wenn es schönes Wetter draußen ist, dann zieht es mich auch sehr hinaus. Da habe ich noch Optimierungspotential, dass ich meine Arbeiten dann nach draußen verlagere ;-).

      Alles Liebe,
      Diana

  3. Liebe Diana,

    warum weiß ich nur selbst ganz genau, worüber du schreibst 😉 ? Es ist schön zu wissen, dass ich nicht alleine bin!

    Ich muss es auch wagen, das Experiment. Aber ich prokrastiniere noch ein bisschen …

    Liebe Grüße
    Dunja

  4. wunderbar, fühle mich SOFORT angesprochen in der beschreibung meiner person…:-))
    und das wird auch schon der nächste punkt auf der to do liste…hahaha…
    aber absolut thema…dank dir für das ansprechen…
    bitte sei ja erfolgreich mit dem vorhaben…damit wir, die dir dann auf kurz oder lang nachfolgen werden, es (energetisch) bereits leichter haben…:-))
    herzlich
    sherana

  5. Hallo Diana,
    ein toller und ehrlicher Blogartikel.
    Ich habe auch schon mit diversen Orga-Tools herumexperimentiert und festgestellt, dass eine gute Balance aus Struktur und Flexibilität und Freiheit für mein Scanner-Hirn genau das richtig ist. Was mir vor allem hilft ist, mich abends hinzusetzen und den nächsten Tag (und erstmal NUR den nächsten Tag) zu planen und schon alle Unterlagen und was ich sonst noch dazu brauche rauszusuchen. So kann ich dann morgens gleich frisch an den Start gehen, ohne noch viel Zeit mit suchen und vororganisieren verbringen zu müssen.

    Habe zwar noch nicht das absolut perfekte System für mich gefunden (falls es dies überhaupt geben sollte) und liebe auch hier das Ausprobieren und Experimentieren, aber so langsam bekomme ich ein Gefühl dafür, was für mich funktioniert und was nicht.

    Bin schon sehr gespannt auf deine Erfahrungen und freue mich, dass du uns daran teilhaben lässt! 🙂

    Herzliche Grüße von der Dranbleiberin, Chaos-Braut und Projektjongleurin
    Sandra 😉

    1. Liebe Sandra,
      ja genau, ich finde das ist es für uns Ideenheldinnen, ein gutes Verhältnis von Struktur und Flexibilität und ein ständiges Ausprobieren und Erlernen neuer Systeme (einfach weil es so eine große Freude macht, Neues zu entdecken) ;-). Wer will schon DAS perfekte System finden? Das ist ja laaaangweilig ;-).

      Freue mich auch auf die weiteren Erfahrungen und finde es gerade sehr motivierend, es mit Euch zu teilen.

      Alles Liebe für Dich Sandra,

      Diana

  6. Liebe Diana,

    vielen Dank für diesen tollen Artikel – und vor allem, dass du dich auf dieses Experiment in meinem Kurs eingelassen hast! Ich weiß, du wars dir nicht sicher, ob ich als ziemlich strukturiertes Wesen für dich Ideenheldin die richtigen Tipps parat habe ;-).

    Ich freu‘ mich total über deine Freude an deiner Entwicklung!

    Sonnige Grüße,
    Claudia

    1. Liebe Claudia, ich hatte auch ziemlichen Respekt vor diesem Thema. Als Du mich vor einem halben Jahr gefragt hattest, ob ich nicht in Deinen Kurs kommen möchte, da hat es mir noch den Hals zugeschnürt.

      Jetzt bin ich bereit dafür ;-). Und Deine liebevolle Begleitung hilft mir sehr. Das ist ein ganz, ganz großes Highlight des Kurses, wie sehr Du uns unterstützt! 🙂

      Liebe Grüße,
      Diana

  7. Hallo Diana

    Dein Artikel spricht mir aus dem Herzen. Ich hatte grad beschlossen ab und zu einen Chaos freien Tag zu zelebrieren, nachdem ich feststellte wieviel Lebenszeit mit Sucherei vergeht … 😉

    Liebe Grüße
    Eva

    1. Liebe Eva, ja genau, das war es auch, was mich veranlasst hat, mal so richtig aufzuräumen und mein Selbstmanagement zu überdenken. Bisher dachte ich, zu viel Ordnung und Struktur killt meine Kreativität, aber nun merke ich, dass die Ordnung und Struktur erst wieder Raum zum Atmen und für die Kreativität schafft.

      Nicht das ich völlig im Chaos versunken war, aber ich bin ziemlich kreativ im Erfinden neuer Ordnerbezeichnungen und Strukturen und kenn mich dann am Schluss selbst nicht mehr richtig aus ;-).

      Die Zeit, die ich mit Suchen verbringe, möchte ich lieber mit der Entwicklung von neuen tollen Produkten oder für den Austausch mit anderen tollen IdeenheldInnen verbringen ;-).

      Viel Spaß an Deinen Chaosfreien Tagen 😉

      Alles Liebe, Diana

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